Im Vergleich zum Online-Buch- und Tonträgermarkt sei der deutsche E-Commerce mit Tickets noch längst nicht auf amerikanischem Niveau. Schäfer zieht zum Vergleich den US-Marktführer Ticketmaster heran, der inzwischen 25 Prozent seines Umsatzes online erziehlt. Dagegen läge dieser Anteil in Deutschland bei „nur einem mageren Prozentpunkt“.
Als Ursache sieht Schäfer das „oft unzureichende Produkt- und Serviceprogramm“, das nicht „den Anforderungen der User“ entspräche. Es gebe jedoch „ungenutzte Chancen“ in allen Bereichen der Wertschöpfungskette. Diese zu nutzen, soll ein Zehn-Punkte-Plan vereinfachen, den Schäfer aus den Marktanalysen und Kundenbefragungen von getgo.de entwickelte. Der Plan könne als Grundlage für eine konzertierte Initiative der gesamten Ticketingbranche dienen, so Schäfer. MUSIKWoche fasst die einzelnen Punkte zusammen
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Aggregation des Angebots. Für Onlinekunden sei nicht ersichtlich, welcher Ticketshop welche Veranstaltungen anbietet. Exklusivdeals zwischen Veranstaltern und Zwischenhändlern verhinderten Transparanz. Die Öffnung des Angebots würde die Distributionsdichte erhöhen.
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Offene Plattform für Nischenveranstaltungen. Ticketshops bieten aus Rentabilitätsgründen meist nur Großveranstaltungen an. Lokale Events werden vernachlässigt. Eine gemeinsame B2B-Plattform im Netz böte Veranstaltern und Shopbetreibern bundesweit die Möglichkeit, Tickets auf Kommissionsbasis zu verkaufen.
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Yield-Management. Durch Differenzierung der Preise über den Verkaufszeitraum könnte analog zur Geschäftspraxis in der Luftverkehrsbranche weitgehend jede Nachfrage bedient werden. Überangebot, Knappheit und damit auch der Schwarzmarkt könnten vermieden werden.
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Explizierung des Premiummarktes. Ausweitung des Angebots von hochpreisigen Sondertickets mit Backstage-Zugang, VIP-Lounge, etc.
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Integration von Reiseangeboten. Gemeinsam mit Reisebüros könnten Städtereisen mit Eventbesuch angeboten werden.
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Virtuelles Ticket. Persönlicher Ausdruck von Tickets am heimischen Computer wäre eine Möglichkeit, das Geschäft zu vereinfachen. Allerdings wären an allen Veranstaltungsorten Investitionen für Strichcode-Lesegeräte erforderlich
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M-Commerce. Veranstaltungsinfos können regionalisiert auf die Mobilfunkgeräte der Kunden gesendet werden. Die sollten dann die Möglichkeit haben, sich per Handy ein Ticket mit Buchungscode am Veranstaltungsort hinterlegen zu lassen.
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Affiliate Programme. Analog zum Angebot diverser Medien-Webshops („die CD/das Buch zum Thema“) könnte durch Kooperationen gegebenenfalls auch immer „das Konzert zum Thema“ ins Angebot einfließen.
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Aggregierte Information. Alle Informationen zu den Veranstaltungen wie Terminänderungen oder Buchungsstatus sollten auf einer gemeinsamen Plattform für alle Ticketshops verfügbar gemacht werden.
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Ticketrücktrittsversicherung. Besonders bei Frühbuchern sei oft fraglich, ob sie zum Zeitpunkt der Veranstaltung das Angebot wahrnehmen können. Ein Mehrpreis von rund fünf Mark sei für diese Kunden kein Hindernis.







