Wolf-D. Gramatke sieht Chancen im Netz

Der Schaden, den die Tonträgerbranche durch Internetpiraterie hinnehmen mußte, hat sich von 1997 auf 1998 verdoppelt – von zehn auf 20 Millionen Mark. Auf der Jahrespressekonferenz von Bundesverband Phono und IFPI forderten die Vertreter der Verbände am 14. April in Hamburg rechtlich abgesicherte Kontrollmöglichkeiten im Online-Bereich.

IFPI-Vorstandsvorsitzender und Universal-President Wolf-D. Gramatke stellte dabei klar, daß Online-Vertriebsformen für die Branche durchaus großes Potential bieten. Langfristig sieht Gramatke eine Verdoppelung des Umsatzes der Plattenfirmen durch das Internet voraus. Doch zunächst gelte es noch, sich gegen Piraterie und illegale CD-Brennerei zu wehren.

Thomas M. Stein, Vorstandsvorsitzender BPW und President BMG GSA-EE, wies darauf hin, daß 1998 rund 75 Millionen CD-Rohlinge verkauft wurden. „Dies ist eine manifeste Bedrohung der Ertragsfähigkeit von Musik.“ Unterm Strich erreichten die dem Bundesverband Phono angeschlossenen Firmen 1998 einen Umsatz von 4,985 Milliarden Mark, was einem Rückgang um 1,5 Prozent entspricht.

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