WEA besetzt Nischen

Zielgruppenorientiert arbeiten und das Nischenrepertoire beachten – Diese Richtung gab Bernd Dopp, WEA-Geschäftsführer, auf der Vertriebstagung vor, die dieses Jahr erstmalig zusammen mit allen Warner-Divisionen stattfand.

“Der Konsument hat heute mehr Macht als je zuvor. Unser Erfolg wird davon abhängen, ob es uns gelingt, kreative und direkte Beziehungen zu ihm aufzubauen“, betonte Dopp. Das Internet brauche zudem einen ausführlichen Katalog, weshalb dem Nischenrepertoire ein größerer Stellenwert zukomme. Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung seien dabei die Klärung der urheberrechtlichen Fragen im World Wide Web sowie eine sichere Infrastruktur für die digitale Distribution. Die Entwicklung des Tagesgeschäfts beurteilte der Geschäftsführer als „erfreulich“. Bis zum Ende des Geschäftsjahrs will WEA den Umsatzanteil des einheimischen Repertoires auf 40 Prozent steigern. International betrachtet, betont Dopp, brauche die WEA „keinen Vergleich zu scheuen“, da „wir mit kompetentem und aggressivem Marketing, Promotion-Power und als Top-Priorität mit einem ebensolchen A&R arbeiten“. Trotzdem ist das Unternehmen auch auf ausländische Interpreten stolz: Mit Künstlern wie Sasha, a-ha, Simon Collins und Bootsy Collins könne sich WEA zudem profilieren. Auch Marketing-Director Alexander Maurus gibt sich selbstbewußt: „Mit uns ist wieder zu rechnen.“ Als Highlights der kommenden Veröffentlichungen im Sommer nannte Maurus Alben von Neil Young, und Eric Clapton. Im Herbst sollen dann Longplayer von Enya, Phil Collins, Katja Riemann und Madonna für weiteren Umsatz sorgen. Einen ersten Eindruck vom kommenden WEA-Repertoire konnten die Warner-Mitarbeiter auf der Vertriebstagung bei der abendlichen Präsentation gewinnen: In entspannter Clubatmosphäre stellten unter anderem Vicky Leandros, Sasha und Katja Riemann ihre Songs vor.