Branchen-Insider halten den Zusammenschluß der Musikverlage Warner/Chappell und EMI Music Publishing, der mit dem Merger der beiden Konzerne einhergeht, für bedeutsamer als das Merger der Tonträgerfirmen beider Konzerne. Denn durch die Fusion entsteht der weltweit mächtigste Musikverlag, der die Verwertungsrechte von über zwei Millionen Songs besitzt oder kontrolliert. Damit ist Warner EMI in der Lage, das umsatzträchtige Geschäft mit den Musiklizenzen auf lange Sicht zu dominieren, mit großem Abstand vor den Rivalen Universal Music Publishing, BMG Music Publishing Worldwide und Sony/ATV Music. Bereits vor dem Merger trugen die Einnahmen der Musikverlage einen großen Teil zum Profit der Firmen bei.aus. Allein bei EMI sorgte das Verlagsgeschäft für ein Drittel des Firmengewinns, obwohl es nur 13 Prozent aller Einnahmen erreichte. In der Vergangenheit hatten sich Warner/Chappell und EMI Music Publishing ein Kopf-An-Kopf-Rennen um die Führungsposition bei den Musikverlagen geliefert; die Einnahmen der vereinigten Verlage werden rund 20 Prozent der globalen Einkünfte aus dem Verlagsgeschäft auf sich ziehen. Das entspricht einem Umsatz von geschätzten 12,5 Milliarden Mark. Insider schätzen den weltweiten Anteil der beiden Verlage sogar auf 40 bis 45 Prozent.
Warner und EMI-Fusion auf Verlagsebene
Die Fusion von Time Warner und EMI Music schafft den umsatzstärksten Musikverlag der Welt. Er repräsentiert einen gemeinsamen Vermögenswert von umgerechnet rund 4,8 Milliarden Mark.





