Vote-And-Quote: Uneins in der Hauptstadtfrage

Durch die Umzugspläne von Universal Music blüht die Debatte über die Bedeutung Berlins für die deutsche Musikszene. musikwoche.de ließ abstimmen.

Als die Universal Music Group am 20. April bekanntgab, sie werde ab dem 1. Juli 2002 in Berlin residieren, begründete President & CEO Tim Renner den Umzug mit den Worten „Wir müssen da sein, wo die Musik spielt“ und bezeichnete die Bundeshauptstadt als „Deutschlands musikalisches Epizentrum“.

Wir wollten wissen, ob diese Ansicht in der Branche unumstritten ist und fragten deshalb über das Feature Vote/Quote auf www.musikwoche.de: „Ist Berlin wirklich die neue Musikhauptstadt?“ Im Ergebnis zeigte sich eine durchaus geteilte Stimmungslage: Zum Ende der Abstimmung am Mittwoch, den 16. Mai, hatten 41,59 Prozent der Teilnehmer auf „ja“ geklickt, 58,41 Prozent dagegen auf „nein“.

Dass das Thema die Branche bewegt, äußerte sich auch in dem Umstand, dass diesmal besonders viele Besucher unserer Website die Möglichkeit wahrnahmen, über ein Meinungsfeld im Voting-Kasten auch ausführlichere Statements abzugeben.

Benjamin Schacht, Inhaber der SMV Schacht Musikverlage, etwa ist sich sicher: „Musikhauptstadt wird Berlin in Bälde sein“ und argumentiert, eine „zentralisierte Medienmetropole“ biete auch einige Vorteile wie „geringere Reisekosten“, sie schaffe Freiräume für den Mittelstand und ermögliche „geballte Kommunikation at one place“.

.