“Selbst die Scorpions nutzen elektronische Effekte, allein das ist ein Grund, sich davon zu verabschieden“, findet Sänger Thomas Hanreich. „Solche Effekthascherei haben wir nicht mehr nötig. Wir konzentrierten uns auf die Songs und nutzten unsere Instrumente, um unsere eigenen Sounds zu basteln.“ Das zweite Album des Quartetts aus Salzgitter, „Sundown To Sunrise“ (Virgin, diese Woche auf Platz 68 der deutschen Charts), stellt, so Hanreich, mit seinem gradlinigen Alternative Rock einen Abschied von der „verspielten Anfangsphase“ der Gruppe dar. Ihr Debütalbum, „Go!“, verkaufte immerhin respektable 65.000 Einheiten, was die Gruppe mit zusätzlichem Selbstbewußtsein ausstattete: „Wir wollten von Anfang an eine Albumband sein, die über drei bis vier Platten wächst. Daß wir in so kurzer Zeit derart erfolgreich wurden, war nicht zu erwarten.“ Im Rückblick fallen dem smarten Sänger viele Höhepunkte in seiner kurzen Karriere ein, doch am allermeisten Spaß hatte er auf der Echo-Verleihung: „Ich war total stolz auf den Preis, zumal wir ihn nie erwartet hatten. Ich habe den Echo den ganzen Abend nicht aus der Hand gelegt und versuchte sogar, damit zu essen.‘
Vivid registriert gutes Echo
Nach einem respektablen Debüt und dem Gewinn des Echo 1998 nahm die Gruppe Vivid mit ihrem zweiten Album eine Kurskorrektur vor. Ihr Debütalbum war gespickt mit Loops und Samples, doch jetzt nehmen die Musiker von Vivid Abschied vom Elektrosound, dem sie ihre Popularität verdanken.





