Vivas Geschäfsjahr endet mit Verlust

Auf ihrer ersten Bilanz-Pressekonferenz nach dem Börsengang im vergangenen Juli bilanziert die Viva Media AG ein erfolgreiches Aufbaugeschäftsjahr 2000, obwohl das operative Ergebnis um 1,6 Millionen Euro sank.

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Die Viva Media AG in musikwoche.de Die Viva Media AG im Internet

Die Viva Media AG erwirtschaftete 2000 einen Umsatz von 55,2 Millionen Euro, 1999 belief sich der Pro-Forma-Umsatz noch auf 48,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt jedoch minus 1,6 Millionen Euro, 1999 waren es pro forma noch ein PLus von 4,4 Millionen Euro. Aus dem Kerngeschäft mit den beiden Musiksendern Viva und Viva Zwei ergab sich ein EBIT von 7,3 Millionen Euro, das bedeutet einen Zuwachs von 64 Prozent. Damit liegt das prozentuale Umsatzwachstum allein beim werbefinanzierten Musikfernsehen bei 13,1 Prozent. Vorstandsvorsitzender Dieter Gorny betonte, dass das Unternehmen die Expansionsschritte – Internationalisierung, Internetplattform, Astra-Aufschaltung und Radiolizenzen – weitgehend aus dem so genannten operativem Cash Flow, der Ende 2000 3,3 Millionen Euro betrug, finanzieren konnte. Zu diesem Zeitpunkt verfügten die Kölner über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von etwa 75 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl stieg von 279 auf 317. Bis zum Jahresende 2001 rechnet Viva erneut mit einem positiven EBITDA, der Umsatz soll auf 65 Millionen Euro wachsen. Die Umstrukturierung zur Content Factory, die alle redaktionellen Inhalte zentral produziert, soll im laufenden Geschäftsjahr verstärkt Synergieeffekte hervorbringen. Am Tag vor der Bilanzpressekonferenz notierte der Kurswert von Viva am Neuen Markt bei 8,50 Euro, bei Redaktionsschluss stieg er auf 8,70 Euro. Die Zukunft von Viva Zwei sei noch offen, erklärte Gorny. Mehrere Partner und Lösungen sind möglich, sagte er. So sind unter anderem der Heinrich Bauer Verlag, die RTL Group und ein ausländischer Investor im Gespräch.