Für Viva-Geschäftsführer Dieter Gorny bildet der Einstieg von edel music einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer multimedialen Entertainment-Marke: „Der gesuchte Partner sollte unsere strategische Expansion programmatisch abstützen. Denn wir sind auf dem Weg, aus dem reinen Musiksender Viva eine umfassende Marke zu machen. Für mich steht im Vordergrund, die Gesamtentwicklung von Viva zu forcieren. Dafür haben wir mit edel den idealen Partner gefunden.“ Analog zu Viva sieht Gorny im Gespräch mit MUSIKWoche die Hamburger Schallplattenfirma auf dem Weg nach oben: „edel trägt unseren Expansionskurs auf ganzer Linie. Deswegen erwarten wir von der Hinzunahme des Konzerns positive Impulse für die Gesamtentwicklung von Viva. Mit edel music ergeben sich vielversprechende Perspektiven für das Internet. Mir geht es darum, online ein musiklastiges Entertainment in Realtime zu präsentieren. Deswegen war die Entscheidung für edel eine programmatische. Viva und edel verbindet eine multimediale Vision.“ Darüber hinaus bringt die Verbindung medienrechtliche Vorteile mit sich, wie Dieter Gorny erläutert: „Es gibt keine Kartellprobleme. Die Genehmigung durch die Behörden ist jetzt nur noch eine formale Angelegenheit. Für die übrigen Gesellschafter – EMI, Warner, Universal – ergibt sich aus der Regelung ein weiterer Vorteil: Hätten sie ihren Anteil über 25 Prozent erhöht, wären sie zu einer größeren Offenlegung verpflichtet.“ Auch die Gruppe Musik im Fernsehen GmbH, zu der die Produktionsgesellschaft DoRo, der Rechtsanwalt Helge Sasse, die MusikKomm und Dieter Gorny selbst als Viva-Kleingesellschafter gehören, geht gestärkt aus den Verhandlungen heraus. Gorny: „Die Gruppe hatte ebenfalls ein Interesse daran, bei der Weiterentwicklung des Senders verstärkt mitzuarbeiten. Das ist nun möglich. Gleichzeitig hat edel einen ausreichend großen Anteil, um Kompetenz und Engagement entsprechend mit einzubringen.“
Viva und edel haben eine Vision
Zusammen mit der edel music AG treibt die Musikfernsehstation Viva ihre strategische Expansion voran. Denn Sender und Schallplattenfirma verbindet die Idee einer gemeinsamen Vision für das kommende Jahrhundert.





