“Wenn man einen Internet-Auftritt erneuert, dann sollte man es richtig machen“, bekräftigt Udo Lange, Geschäftsführer von Virgin, im Gespräch mit MUSIKWoche, und ergänzt: „www.virgin.de wird eine Infotainment-Site, die sowohl den Konsumenten, als auch den Medienvertreter und den Händler optimal mit Informationen sorgt“. Verantwortlich für den Webauftritt ist Ralf Pighin, Head of Virgin Online. Er kümmert sich um die technische Abwicklung der Site, für die Inhalte ist Online-Redakteur Frank Stüdemann zuständig. Im Vergleich zur „alten“ Website, die seit 1995 im Netz steht, wird die neue Site „eine „Inhalts-Explosion“ erleben, so Pighin. Künftig wolle man schon vor der Veröffentlichung mit Sound, Video und redaktionellen Beiträgen für ein optimales Informationsangebot sorgen. Die Webadresse www.virgin.de bleibt dabei allein den Konsumenten vorbehalten, Händler und Medienpartner werden sich unter einer speziellen URL in einen per Paßwort geschützten Bereich einloggen können. Dabei haben Medienvertreter den breitestmöglichen Zugriff auf Informationen und Musik-Downloads. Das heisst beispielsweise, dass Songs, die sich ein Journalist in voller Länge online anhören kann, im Konsumenten-Bereich ledglich als 30-sekündiges Snippet-File vorliegen. Ähnlich verhält es sich mit den Infotexten, die nutzerspezifisch aufbereitet werden. Nach dem Relaunch der Site hat der Surfer mittels eines „Buy“-Buttons auch die Möglichkeit, Virgin-CDs direkt online zu erwerben. Dazu wird ein entsprechender Test mit dem Fulfillment-Partner jpc zum Start der Site laufen. „Den Kaufimpuls, der eventuell online beim Lesen oder Hören des Tonträgers entsteht, müssen wir sofort ausnützen“, erklärt Pighin. Was mögliche Proteste von traditionellen Händlern gegen diese neue Verkaufsform angeht, gibt sich Jörg Peter, Leiter des Virgin-Vertriebs zuversichtlich: „Ich denke, Händler würde es mehr ärgern, wenn wir die CDs selber verkaufen, anstatt über einen etablierten Partner wie jpc“. Songs oder Alben per Download will Virgin auf seiner Site dagegen nicht verkaufen, laut Udo Lange soll dies „auf Internet-Angeboten von Partnerfirmen“ stattfinden. Für den traditionellen Handel hält die Plattenfirma eine interessante Neuerung bereit: Ihr spezieller Bereich wird ebenso wie die Mediensparte multimediale Informationen über Virgin-Produkte enthalten. Hat sich der Händler dann zur Bestellung entschlossen, soll er über die Internet-Site von Virgin auch direkt zum Katalog- und Bestellsystem Phononet gelangen können. Vertriebschef Peter betont aber, dass das Online-Informationssystem nur eine Ergänzung der Vertriebsarbeit sein könne, „der persönliche Kontakt zu den Händlern ist nach wie vor wichtig“.
Virgin renoviert seinen Internet-Auftritt
Zur Popkomm. wird die Plattenfirma Virgin Schallplatten ihren rundum erneuerten Internet-Auftritt präsentieren. MUSIKWoche skizziert bereits jetzt die Online-Strategie, die hinter der Site steht.





