Virgin gründet neue Division in Berlin

Labels Germany, eine neue Division, die Virgin in der Bundeshauptstadt unter der Führung von Christof Ellinghaus etabliert, soll Teil eines europaweit operierenden Netzwerks werden..

“Ich sehe, dass sich in Berlin musikalisch immer mehr tut, und glaube deshalb, dass man jetzt eine lokale A&R- und Markting-Präsenz dort haben muß“, begründet Virgin-Geschäftsführer Udo Lange die Eröffnung der neuen Virgin-Division Labels Germany. Die Idee zu dem Unterfangen stamme aus Frankreich, wo sie schon seit Jahren erfolgreich praktiziert werde. Inzwischen gibt es auch in den Benelux-Ländern und Italien Virgin-Divisionen unter dem Namen „Labels“.

Diese Labels-Niederlassungen sollen laut Lange zu einem „europaweiten A&R-Netzwerk zusammenwachsen, wobei der Repertoire-Flow jeweils vice versa laufen soll“. Keimzelle von Labels in Berlin ist die Firma Cityslang, die deren Eigner Christof Ellinghaus per Labelvertrag mit Virgin in die neue Struktur einbringt. Ab sofort sollen Ellinghaus, nun Divisional Managing Director von Labels Germany, und sein Team auch das Label Bungalow sowie ausländische Labels wie Source Frankreich, Source UK, Wall Of Sound, Pussyfoot oder Grand Royal in Deutschland vermarkten.

Lange betont, die neue Division werde „an einer sehr langen Leine geführt.“ Die Virgin in München erledige für Labels lediglich „den Vertrieb und die Back-Office-Funktionen“. Regine Wiese, zuletzt beim Universal-Vertriebslabel Hot Action Records, kommt als Head of Marketing/Labelmanagement zu Labels Germany, Thorsten Mehwald, zuvor beim Internet-Dienstleister YouWant.com, fungiert als Product Manager Dance. Ellinghaus sucht außerdem kurzfristig „noch vier oder fünf Leute, vor allem im Promobereich“. Als erste Albumveröffentlichung soll am 15.Januar 2001 „Quiet is New Loud“ von den britischen Kings Of Convenience erscheinen.