Vertreter der Entertainment-Industrie legen Aktionsplan für EU-Offensive vor
Eine Koalition von Vertretern der Verbände MPA, Ifpi, BSA, Iseee und IVF hat am Montag einen Aktionsplan zur Bekämpfung der Produktpiraterie in den Wirtschaftszweigen Audiovisuelles, Musik, Freizeit und Unternehmenssoftware formuliert. Dieser soll bei einer Konferenz, die am 2. und 3. März in München stattfindet, Vertretern des Europäischen Parlaments vorgelegt werden, und eine gemeinsame Offensive der Europäischen Union gegen die Produktpiraterie einleiten. Im einzelnen fordert der vier Punkte umfassende Plan der Europäischen Kommission die Vorlage eines neuen Programms für eine intensivere Bekämpfung der Piraterie in Europa, einschließlich einer engeren polizeilichen Zusammenarbeit, sowie die Ausweitung des Wirkungskreises der Betrugsbekämpfungsstellte Uclaf, der Brüsseler Europabehörde. Die Vertreter der Verbände fordern darüber hinaus härtere Strafen für Produktpiraten, sowie den verpflichtenden Einsatz einmaliger Identifikationscodes (Source Identification Code) für Hersteller optischer Discs mit dem Ziel, die Verbreitung von CD-Raubkopien zu bekämpfen. Nach Angaben der beteiligten Verbände belaufen sich die durch Fälschungen und Nachahmungen entstehenden Verluste in Europa auf rund vier Milliarden Euro.



