Die geplante Fusion zwischen BMG Entertainment und der EMI Group wird nun doch länger als ursprünglich geplant auf sich warten lassen. Eigentlich hatten die beiden Unternehmen vor, bis Ende Januar die größten Hürden für eine gemeinsame Zukunft aus dem Weg zu räumen. Doch laut Rolf Schmidt-Holtz, President & CEO von BMG Entertainment, werden die Gespräche noch bis in den Februar hinein andauern. Das sagte er der „Financial Times Deutschland“. Die Erfolgsaussichten für ein Zustandekommen des Zusammenschlusses seien in den letzten Tagen jedenfalls nicht besser geworden. Der Grund hierfür läge nicht ausschließlich bei den Wettbewerbshütern der EU-Kommission: „Es liegt an allem“, so Schmidt-Holtz. Dagegen berichtet die britische Tageszeitung „Independent“, dass gerade die Probleme mit der EU für die Verzögerung sorgen. Dem Blatt zufolge habe die EMI Group zudem bereits Bertelsmann mitgeteilt, dass sie sich nicht von der Tochterfirma Virgin Records trennen werde. Dies gilt laut Experten als eine der Fusionsbedingungen der EU. Von Seiten der BMG-Mutter Bertelsmann wurden Berichte über Probleme bei der Fusion indes zurückgewiesen. „Alles läuft nach Plan“, erklärte Bertelsmann-Sprecher Oliver Hergesell. Die Erfolgsaussichten seien „nach wie vor 50 zu 50“. Einen Zeitplan für den Abschluss der Verhandlungen gebe es nicht.
Verhandlungen zwischen BMG und EMI verzögern sich
Die geplante Fusion zwischen BMG und der EMI Group wird nun doch länger als ursprünglich geplant auf sich warten lassen. Der Ausgang der Verhandlungen scheint derzeit völlig offen.





