US-Verleger streiten mit Plattenfirmen wegen Online-Tantiemen

Zu einem Streit über die gerechte Verteilung von Online-Tantiemen kam es in den letzten Wochen zwischen US-Musikverlegern und der Tonträgerindustrie. Am 17. Mai trifft man sich nun vor Gericht.

Zu einem Streit über die gerechte Verteilung von Online-Tantiemen kam es in den letzten Wochen zwischen US-Musikverlegern und der Tonträgerindustrie. Am 17. Mai trifft man sich nun vor Gericht. Die Verleger werfen den Tonträgerfirmen vor, beim Online-Musikvertrieb massiv Urheberrechte der Künstler zu verletzen, da sie ihnen nicht die angemessenen Tantiemen zahlen würden. Im Zentrum der Kritik stehen dabei Streaming-Angebote, also Musikstücke, die der Nutzer jederzeit online abrufen kann, die aber nicht auf seiner Festplatte gespeichert werden. Die Verlage argumentieren nun, dass bei dieser Technik eine Reproduktion der Musikaufnahme erstellt würde und es sich dabei nicht nur um eine Aufführung handle, wie die Plattenfirmen behaupten. Sie fordern deswegen die entsprechende Vergütung, die für eine Reproduktion höher ausfällt als für eine Aufführung. Im Rahmen einer ersten Anhörung vor einem Washingtoner Gericht werden Mitte Mai unter anderem Vertreter der Firmen MP3.com und Real Networks Stellung beziehen ebenso wie der US-Verlegerverband National Music Publishers Association (NMPA). Geladen ist außerdem Edgar Bronfman, Executive Vice Chairman of Entertainment bei Vivendi Universal, der mit seiner Universal Music Group und dem Online-Dienst Farmclub.com nach Ansicht der Verlage massiv gegen Urheberrechte der Autoren und Künstler verstoßen hat.