Am Donnerstag trafen sich Vertreter der US-Tonträgerindustrie und Musikverleger zu einer Anhörung vor Abgeordneten des Kongresses, um ihre unterschiedlichen Standpunkte beim Thema Online-Tantiemen vorzutragen. Auf Industrieseite erklärte Vivendi-Universal-Vice Chairman Edgar Bronfman, die größten Probleme beim Aufbau attraktiver Online-Musikangebote lägen bei den komplizierten Lizenzabkommen mit den Musikverlagen. Unterstützt von RealNetworks-Chef Rob Glaser, Partner beim gemeinsamen Online-Projekt Duet, erklärte Bronfman weiter, obwohl sein Konzern die technischen Probleme beim Online-Vertrieb bereits gelöst habe, könne man seine Dienste solange nicht starten, bis die Verlage zuließen „Musik online so zu nutzen, wie der Kunde dies wünscht.“ Die Verleger warfen den Plattenfirmen unterdessen vor, bei der Zahlung von Tantiemen für Online-Musik trotz bestehender Gesetze äußerst nachlässig vorzugehen. Zu konkreten Ergebnissen führte die Anhörung nicht: Die Kongressvertreter empfahlen beiden Seiten abschließend, sich außergerichtlich und ohne Beteiligung einer Schiedsstelle zu einigen.
US-Kongress hält sich beim Streit um Online-Tantiemen raus
Am Donnerstag trafen sich Vertreter der US-Tonträgerindustrie und Musikverleger zu einer Anhörung vor Abgeordneten des Kongresses, um ihre unterschiedlichen Standpunkte beim Thema Online-Tantiemen vorzutragen.





