Universal legt Labels zusammen – bis zu 3000 Entlassungen erwartet
Zwar ist die Verschmelzung von Universal und PolyGram nahezu abgeschlossen, doch diverse hochrangige Personalentscheidungen werden sich noch bis Januar 1999 hinziehen. Experten erwarten, daß bis zu 3000 der insgesamt 15.500 Mitarbeiter der neuen Universal Music Group (UMG) das Unternehmen verlassen werden. Doug Morris, CEO der UMG, sagte, daß die meisten Entlassungen in Nordamerika vorgenommen werden sollen. Das Ausscheiden von Danny Goldberg (Mercury), Davitt Sigerson (Island) und George Jackson (Motown) gilt inzwischen als gesichert. Al Cafaro (A&M) und Ed Rosenblatt (Geffen) hingegen werden bei UMG bleiben. Das Führungstrio der UMG setzt sich zusammen aus Doug Morris, Zach Horowitz, President & Chief Operating Officer, und Bruce Hack, Vice Chairman. Die einzelnen Labels von PolyGram und Universal werden zusammengelegt: So entsteht in New York ein Firmenkomplex, der Motown/Universal Records, Islan/Mercury und Def Jam umfaßt. UMG hält 60 Prozent Anteile an Def Jam, will aber Anfang nächsten Jahres die restlichen 40 Prozent aufkaufen. Die Firmengruppe in Los Angeles besteht aus Interscope, Geffen und A&M. Interscope ist nur zur Hälfte in Besitz der UMG. Auch hier will Morris die restlichen Anteile erwerben.Indes wird Seagram PolyGram Filmed Entertainment (PFE) nun doch nicht verkaufen. Statt dessen wird die Abteilung mit den Universal Studios zusammengelegt. Darum rechnen Beobachter mit enormen Personaleinsparungen in naher Zukunft. PFE-President & CEO Michael Kuhn hat die Firma bereits verlassen.



