Überwachung im Internet

Im weltweiten Kampf gegen Musikpiraterie im Internet soll die britische Gesellschaft Copyright Control Services (CCS) künftig die International Federation of Phonographic Industries (IFPI) unterstützen.

Bereits am 28. Oktober 1999 hatten die Tonträger-Industrieverbände IFPI, British Phonographic Industry (BPI) und Record Industry Association of America (RIAA) in einer gemeinsamen Verlautbarung erklärt, der Handel mit illegalen MP3-Musikdateien über das Internet lasse sich nur durch koordinierte weltweite Anstrengungen unterbinden. Dem folgen dank CCS jetzt konkrete Maßnahmen. Das CCS-Team, das mit der Überwachung des Internet betraut ist, kann illegale Dateien auf den verschiedensten Arten von Websites ausfindig machen. Mit speziell entwickelter Software stellt CCS fest, woher die über das Internet gesendete Datei stammt, sammelt Informationen zur Identifizierung des Piraten und sichert Beweismittel für strafrechtliche Verfolgungen. Zur Zusammenarbeit mit der CCS erklärte Mike Edwards, Director of Operations bei der IFPI: „Die IFPI ist entschlossen, das Internet für den legitimen elektronischen Musikhandel zu öffnen. Um die unbefugte Nutzung von Musik über das Internet einzudämmen und den legalen Musikmarkt bei seinen ersten Gehversuchen zu unterstützen, müssen wir eine wirkungsvolle globale Strategie entwickeln – unsere Vereinbarung mit CCS, einer Gesellschaft mit umfassender Erfahrung und eindrucksvollen Erfolgen auf diesem Gebiet, ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung.“ In ihrem ersten Geschäftsjahr hat CCS in Zusammenarbeit mit etwa 1.000 Internet-Dienstanbietern mehr als 3.400 Websites mit illegaler Audio-Software aufgespürt und aus dem Netz entfernt. Die Gesellschaft hat Wiederholungstäter erfolgreich verklagt und im Namen ihrer Kunden aus der Audiosoftware-Branche auch außergerichtliche Einigungen erzielt.