T.V. Smith – Alte Klassiker in neuem Gewand

Die Toten Hosen standen T.V. Smith, Idol der frühen Punk-Jahre, als Begleitband zur Seite. Nun bringen sie das Resultat, das neue Album „Useless – The Very Best of T.V. Smith“, auf ihrer Plattenfirma JKP heraus.

Auf die Musikindustrie ist Tim „T.V.“ Smith nicht gut zu sprechen: „Mit The Adverts habe ich zwei Jahre lang nonstop Konzerte und Fernsehshows gespielt. Am Ende musste ich wieder arbeiten gehen, wir hatten nichts auf dem Konto.“ Sein Geld mag dem Punk vorenthalten worden sein, die Hitsingle „Gary Gilmore“s Eyes“ sicherte ihm europaweiten Ruhm.

Ferner verschaffte ihm der Pogo-Ohrwurm die Bewunderung von fünf Düsseldorfer Nachwuchspunks. Es sollte noch zehn Jahre dauern, bis beide Seiten zusammenkamen. 1991 erhielt er die Einladung, den Adverts-Hit für „Learning English“ zu singen, dem Coveralbum der Toten Hosen. Seither ziehen die Deutsch-Punks T.V. Smith zu Rate, wenn sie einen englischen Text brauchen.

Die rheinische Form der Musikvermarktung findet der Brite freundlicher: „Die Hosen geben ihren Freunden Jobs, sie verweigern sich dem großen Geschäft. Sie haben aus unseren Fehlern gelernt. Außerdem geben sie ihren Vorbildern etwas zurück, wie etwa bei,Learning English“ in Form von Tantiemen.“

Von Sänger Campino stammte die Initiative, einen Querschnitt durch das Schaffen des Punkbarden zu veröffentlichen. Kaum eines dieser Stücke ist noch im Handel erhältlich. Für „Useless – The Very Best Of T.V. Smith“ (JKP/eastwest, Best.-Nr.: 5245-09815-2) fungierten die Toten Hosen als dynamisch rockende Backing Band. „Sie waren super-professionell“, lobt Smith.

Der Marketing-Etat für das Album bewegt sich im sechsstelligen Bereich. Hauptzielgruppe sind die „Hardcore-Fans“ der Rheinpiraten, die deshalb auch ihre Homepage einsetzen. Hier wird es ein Interview, einen Chat sowie Soundfiles von T.V. Smith geben. Am Wochenende vor VÖ (9. April) bietet die Site „Expensive Being Poor“ als kostenlosen Download.