Der Tausch von Musik im populären MP3-Format wird bald ein Ende haben – zumindest wenn es nach dem Napster-Partner Bertelsmann geht. Wie Frank Sarfeld, Sprecher der Bertelsmann eCommerce Group (BeCG) ankündigte, sollen über die Tauschbörse Napster ab 1. Juli keine MP3-Files mehr verbreitet werden können, sondern nur noch Musik im neugeschaffenen Dateiformat NAP. Diese Files können dann auch nicht mehr auf physische Tonträger überspielt werden: „Unser Mitgliedermodell sieht das Brennen von Musikstücken im MP3-Format auf CD nicht mehr vor“, erklärte Sarfeld. Nach dem neuen Napster-Geschäftsmodell, das eine monatliche Mitgliedsgebühr zwischen sechs und 21 Mark vorsieht, sollen die heruntergeladenen Dateien dann durch einen integrierten Kopierschutz nur noch über den PC angehört werden können. Unterdessen bekommt Napster langsam auch die Auswirkungen der gerichtlichen Verfügung zu spüren, die den Tausch von urheberrechtlich geschützten Werken untersagt: Im Monat März verlor der Tauschdienst in den USA rund drei Millionen Nutzer im Vergleich zum Vormonat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Online-Marktforscher Jupiter Media Metrix.
Trotz Nutzerschwund: Große Pläne bei Napster
Der Tausch von Musik im populären MP3-Format wird bald ein Ende haben – zumindest wenn es nach dem Napster-Partner Bertelsmann geht.




