‚Trigger‘-Technik soll das Abspielen von ungeschützten MP3-Dateien verhindern

Die Secure Digital Music Initiative (SDMI) will eine unsichtbare Technik – Arbeitstitel „Trigger“ – in alle Digitalplayer installieren, und somit verhindern, daß ungeschützte Musikdateien via MP3 nicht mehr am Computer oder an portablen Wiedergabegeräten angehört werden können. Dieser Trigger soll in zwei Phasen eingeführt werden. Während Phase eins soll die Technik in alle Download- und Software-Player sowie alle tragbaren Digitalplayer eingebaut werden. Diese werden jedoch vorerst weiterhin ungeschützte MP3-Dateien abspielen können. Gleichzeitig werden die in der SDMI vertretenen Plattenfirmen ein digitales Wasserzeichen für CDs einführen, da diese bislang noch nicht über eine Kopiersicherung verfügen. In der zweiten Phase wird der Trigger dann jegliche Wiedergabe von ungeschützten Inhalten auf Computern und tragbaren Playern verhindern. Noch ist unklar, wann Phase zwei beginnen soll, Bobachter vermuten allerdings ein Inkrafttreten des Plans, sobald der Marktanteil von SDMI-konformen Playern groß genug ist. Die SDMI bat alle ihre Mitglieder, die Trigger-Technik bis Jahresende in ihre Produkte zu integrieren. Unterstützung erfährt der Plan von den fünf Major-Konzernen und einer Viererallianz, bestehend aus den Technologiefirmen Intel, Matsushita, Toshiba und IBM. Einige Firmen wie Philips, die mit ihren Produkten an der MP3-Technik festhalten wollen, äußerten allerdings Bedenken: Viele Internet-Audio-Kunden könnten durch den Trigger verärgert werden, wenn sie feststellen müssen, daß sie die meisten ihrer MP3-Dateien nicht mehr abspielen können.