Tonträgerpiraterie bedroht Musikindustrie in Mexiko

Aufgrund der stetig wachsenden Tonträgerpiraterie in Mexiko fordert die IFPI die dortige Regierung zum Handeln.

Aufgrund der stetig wachsenden Tonträgerpiraterie in Mexiko fordert die IFPI die dortige Regierung zum Handeln auf. Der Industrieverband präsentierte kürzlich alarmierende Zahlen, wonach der Anteil an raubkopierten Tonträgern am Gesamtmarkt in den letzten Jahren von 40 auf rund 63 Prozent angestiegen sei. Damit sei das Land hinter Russland der zweitgrößte Markt für raubkopierte Tonträger. Die Behörden seien nun dringend aufgerufen, härtere Maßnahmen gegen Produktpiraten zu ergreifen, andernfalls könnte dies das Ende der Musikindustrie bedeuten, wie IFPI-Chairman Jason Berman erklärte: „Wir kämpfen in Mexiko derzeit ums Überleben. In dem derzeitigen Marktumfeld werden wir das nicht schaffen.“ Die Regierung müsse Musikpiraten härter bestrafen und regelmäßige Razzien auf dem Freiluftmarkt Tepito in Mexico City durchführen. Dieser gilt als Zentrum der Produktpiraterie, wo neben Musik auch illegale Kopien von Markenkleidung, Elektronikgeräten sowie Drogen und Waffen gehandelt würden. Sollte die Regierung nicht umgehend effektive Maßnahmen ergreifen, könnte sich dies auch nachhaltig auf die Handelsbeziehungen zu den USA auswirken, wie Hilary Rosen, Präsidentin der RIAA, erklärte.