Den Löwenanteil an dieser positiven weltweiten Entwicklung hat Amerika. Dort kletterte die Verkaufszahl nach einem Plus von neun Prozent im Vorjahr erneut um zehn Prozent, wie die Ifpi in ihrem jüngst veröffentlichten „World Sales Report 1999“ aufzeigt. Auch wächst dort die Akzeptanz des Mediums Internet als Verkaufsplattform: 2,4 Prozent der Käufer bestellten über das World Wide Web – gegenüber 1,1 Prozent in 1998. Vom europäischen Markt meldet die Ifpi ebenfalls erfreuliche Tendenzen: In England, Schweden, Dänemark, Italien und Irland stiegen die Verkaufszahlen oder das Kaufvolumen. In Frankreich und Deutschland sanken dagegen die Absatzzahlen um 2,5 beziehungsweise zwei Prozent. Als Ursache für den Rückgang führt der Verband die Schwarzbrennerei von CD-Rs auf, die vor allem in den beiden Ländern starke Auswirkungen habe. Erstmals führte die Ifpi auch die Verkäufe von MiniDiscs auf: Im vergangenen Jahr fanden eine Million Einheiten einen Käufer. Der weitaus stärkste Markt für das neue Medium ist England: Hier gingen allein 500.000 Einheiten über den Tisch. Ifpi-Chef Jay Berman zog ein positives Fazit: „Im vergangenen Jahr behauptete sich die Plattenindustrie. Die Verluste auf einigen Märkten wurden durch das Wachstum in Amerika kompensiert.“
Tonträger-Absatz steigt weltweit
2,4 Milliarden CDs wurden im vergangenen Jahr weltweit verkauft. Im Vergleich zu 1998 bedeutet dies ein Plus von 1,5 Prozent. Mit Ausnahme von Deutschland und Frankreich stiegen auch in Europa die Verkaufszahlen.





