Time Warner legt Quartalsbericht vor

Der Medienkonzern Time Warner veröffentlichte seine Bilanz für das erste Quartal 2000. Dabei stehen gestiegene Gesamtumsätze sinkenden Ergebnissen der Musik-Division gegenüber. Zudem verblüffte Time Warner die Aktionäre mit einer fortschrittlichen Präsentation.

Gerald Levin, Chairman von Time Warner, und Vice-Chairman Ted Turner legten am 12. April die Zahlen für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2000 offen. Demnach erhöhte der Medienkonzern seinen Umsatz auf 6,549 Milliarden Dollar (rund 14 Milliarden Mark). Im ersten Quartal 1999 waren es noch 6,091 Milliarden Dollar – ein Plus von 7,5 Prozent. Beim vorsteuerlichen Gewinn sieht das Ergebnis sogar noch besser aus: Auf Grundlage bereinigter Zahlen legte Time Warner hier sogar insgesamt um 13 Prozent zu. Die Division Warner Music indes konnte den Erfolg aus dem Vorjahr nicht ganz wiederholen. Zwar bedeutet ein Umsatz von 917 Millionen Dollar einen Anteil von 14 Prozent am Gesamtertrag des Konzerns, aber im Vergleich zu 1999 erwirtschaftete Warner Music 3,1 Prozent weniger. Das schlägt sich auch im Gewinn vor Steuern und Abschreibungen nieder: Im ersten Quartal 1999 standen 89 Millionen Dollar auf der Habenseite, nach den ersten drei Monaten 2000 sind es noch 80 Millionen Dollar. Für Aufsehen sorgte eine neuartige Firmendarstellung für die Aktionäre: Im Vorfeld der Zusammenlegung von Time Warner und AOL setzte das Unternehmen ein digitales Zeichen. Zusätzlich zum gedruckten Jahresbericht, der mit sieben verschiedenen Titelmotiven erschien, stellte Time Warner eine umfangreiche Firmendarstellung ins Internet. Unter www.timewarner-2000.com kann sich jeder detailliert über die Aktivitäten des Konzerns informieren.