Teldec-Betriebsrat meldet sich zu Wort

Der Betriebsrat der zur Auflösung vorgesehenen Warner-Firma Teldec Classics hat sich am 4. April mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt.

In ihr wird der Pressemitteilung von Warner Music International vom 20. März zur Umstrukturierung des Klassikbereichs in mehreren Punkten widersprochen. Unter anderem wird erklärt, mehr als 70 statt wie zuvor verlautbart 30 Angestellte würden durch die Maßnahmen ihre Arbeitsplätze verlieren.

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Markus Steffen, Marketing Director Klassik & Jazz bei WSM

Hamburg – Die Meldung über den Stellenabbau bei Warner Classics International hat die Branche aufhorchen lassen. In musikwoche.de 14 gab Teldec-Chef Martin Sauer, ein Statement ab, jetzt äußert sich Markus Steffen zu den Vorgängen.

mw: mehr als 30 Mitarbeiter will Warner Classics international entlassen. Ist das ein Abgesang auf die Hochkultur?

Markus Steffen: Das sind wir bei Warner Strategic Marketing in den letzten Wochen häufig gefragt worden. Ich kann versichern, wir sind nicht betroffen. Ich will nicht ablenken, möchte aber den Blick der Medien, des Handels und vor allem der Käufer auf die Symbiose von Qualität und Wirtschaftlichkeit lenken.Konkret: Wir sind von den in London beschlossenen Veränderungen nicht betroffen. WSM ist eine Breitband-Vermarktungs-Company. Der Bereich Klassik & Jazz arbeitet hochmotiviert und mit der vollen Unterstützung des Geschäftsführers Thomas Schenk.

mw: Gibt es in ihrer Abteilung personelle Veränderungen?

Steffen: Keine. Wir arbeiten so schlank, dass das auch nicht möglich wäre. Allerdings sind wir in der Branche wohl schon durch unsere Kontinuität ziemlich unique – sowohl personell als auch, was den Markterfolg angeht. Wir haben unseren Marktanteil im Klassikbereich von 5,7 Prozent 1999 auf 6,1 Prozent im vergangenen Jahr gesteigert – außerdem kam der Jazz Katalog von Warner Music 2000 dazu – und das mit nach wie vor fünf Mitarbeitern.

mw: Was hat sich gegenüber früher bei eastwest geändert?

Steffen: Vor allem wirkt sich die „think-big-Mentalität“ von WSM auf uns aus. Besonders Thomas Schenk ermutigt uns, viele Dinge auszuprobieren