Am 24. Juni fand im Panoramasaal des Casinos Luzern die Generalversammlung der SUISA – Schweizerischen Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke statt. Präsident Hans Ulrich Lehmann konnte den anwesenden 243 stimmberechtigten Mitgliedern und zahlreichen Gästen einen positiven Jahresabschluss präsentieren. Die Einnahmen stiegen 1999 um 3,9 Prozent. Insgesamt stehen 104 Millionen Franken zur Verteilung an, 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr. SUISA-Generaldirektor Dr. Alfred Meyer erläutere, dass das Einnahmeplus in erster Linie auf die Verwaltung höherer Aufführungs- und Senderechte aus dem Ausland, vor allem Belgien, Frankreich, Italien und Spanien, zurückzuführen sei. Aber auch die Schweizer Werbefenster von privaten ausländischen TV-Stationen hätten wegen der Produktion von Werbespots zu einer markanten Steigerung um 42 Prozent im Bereich „Musikaufnahmen auf Tonbildträger“ geführt. Gleichzeitig kann die SUISA künftig die Verwaltungskosten von 22,8 auf 20,9 Prozent senken. Neben dem Jahresbericht stand die Revision der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge (UVF) im Fokus der Generalversammlung. Der UVF schwanden zuletzt aufgrund der großzügigen Auzahlungspraxis – laut Präsident Lehmann „ein Hochkonjunktur-Reglement“ – zusehends die finanziellen Mittel. Einen ersten Sanierungsvorschlag lehnten die Mitglieder im Vorjahr noch ab. Nun hatte der SUISA-Vorstand, der gleichzeitig als Stiftungsrat tätig ist, eine Arbeitsgruppe beauftragt, eine neue Regelung auszuarbeiten. Lehmann erläuterte die Lage: Die Stiftung garantierte den Empfängern bislang insgesamt rund 5,1 Millionen Franken pro Jahr. Da sich die Zahl der Rentner aber in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln wird, müsste die UVF mit garantierten Ausgaben von rund 13,4 Millionen Franken pro Jahr rechnen. Die Stiftung finanziert sich mit einem Anteil von 7,5 Prozent der Einnahmen aus Aufführungs- und Senderechten. Laut Lehmann sei es nicht möglich, diesen Prozentsatz so zu erhöhen, dass die Finanzierung mittelfristig gesichert sei. Der neue Vorschlag sieht deshalb ab dem Jahr 2001 für viele Leistungsempfänger geringere Zahlungen bei gleichbleibender Finanzierungsgrundlage vor. Weitere Themen wie die Internet-Lizenzierung kamen aufgrund der Diskussion um die UVF nicht mehr zur Sprache. Auch die bevorstehende Revision des Schweizer Urheberrechtsgesetzes erscheint erst im nächsten Jahr auf der Tagesordnung.
SUISA stellt Jahresbericht 1999 vor
Die SUISA – Schweizerische Gesellschaft für die Rechte der Urheber stellte im Rahmen der Generalversammlung den Jahresbericht 1999 vor. Die Ausschüttungen im Berichtszeitraum waren höher als im Vorjahr. Zudem können Mitglieder mit niedrigeren Verwaltungskosten rechnen, aber auch mit gekürzten Leistungen für die Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge ab dem Jahr 2001.





