Streit um Streaming-Gebühren

Die Musikindustrie und die Anbieter von Musikstreams haben der US-Copyrightbehörde unterschiedliche Gebührenvorschläge für eine Urheberrechtspauschale unterbreitet.

Die DiMA (Digital Media Association), die 19 Online-Musiksender repräsentiert, hat der US-Copyrightbehörde eine Urheberrechtspauschale von 0,0015 Dollar pro Stunde, in der Musik online gestreamt wird, vorgeschlagen. Die RIAA verlangt hingegen eine 27-mal höhere Gebühr, die bei 0,004 Dollar pro gestreamten Song liegen würde. Wie die DiMA mitteilte, basiere ihre Zahl auf den 0,0022 Dollar pro gesendeter Stunde, die herkömmliche Radiosender an die Verwertungsgesellschaften bezahlen müssen. Die endgültige Gebühr, die für Urheberrechte an die Musikindustrie gezahlt werden soll, legt die Behörde im Spätsommer fest. Onlinesender zahlen bereits eine Aufführungsgebühr an die Verwertungsgesellschaften. Dagegen hat die Musikindustrie bereits 25 Lizenzvereinbarungen mit verschiedenen Webcastern abgeschlossen.