Steht CDNow vor dem Aus?

US-Börsenanalysten schossen sich in den letzten Tagen auf CDNow ein: Der Internet-Musikhändler stehe kurz vor der Pleite. Die schlechten Prognosen ließen daraufhin den Aktienkurs purzeln.

Der Net-Retailer dementierte zwar, dass seine Barreserven nur noch vier Wochen lang ausreichen, bestätigte allerdings, dass das Geld bis Jahresende knapp wird. CDNow machte im vergangenen Jahr 34,3 Millionen Dollar Verlust bei einem Umsatz von 53,1 Millionen Dollar. Die Insolvenzgerüchte und die gescheiterte Fusion mit Columbia House ließen dann auch den Kurs der CDNow-Aktie an der Technologiebörse Nasdaq in den Keller fallen: Am 5. März lag der Wert des Papiers bei 3,80 Dollar, in den Tagen davor sank der Kurs sogar auf den Tiefststand von 3,50 Dollar (Emissionspreis: 16 Dollar). Marktforscher wie Jupiter oder Forrester sagen den reinen Online-Händlern allgemein keine rosige Zukunft voraus. Zwar werde der Umsatz mit E-Commerce zulegen, die Start-Ups würden allerdings Probleme bekommen. Inzwischen träten die E-Commerce-Angebote der traditionellen Handelsfirmen mit ihren etablierten Markennamen in Konkurrenz zu den Netzverkäufern. Neben CDNow schwebe auch über Firmen wie Amazon der Pleitegeier. Die hohen Werbe- und Akquisitionskosten ließen auch längerfristig keine schwarzen Zahlen zu. www.cdnow.com