Soundtracks lassen die amerikanische Musikbranche boomen

Während die Branche in Europa über sinkende Absatzzahlen rätselt, weist der Halbjahresbericht der Recording Industry Association of America (RIAA) einen Zuwachs von 6,8 Prozent aus. Angetrieben von Soundtracks wie „Titanic“ oder „City Of Angels“ und von platinveredelten Alben von Celine Dion, Matchbox 20 und Will Smith lieferte die amerikanische Musikbranche im ersten Halbjahr 1998 502,5 Millionen Tonträger an den Handel aus. Gemessen am empfohlenen Verkaufspreis entspricht dies einem Wert von rund 5,85 Milliarden Dollar (rund 10,3 Milliarden Mark), und mithin einem Zuwachs von 11,9 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 1997. Der Löwenanteil des Wachstums entfiel dabei auf die CD: Allein 370,6 Millionen Einheiten gehen auf das Konto der digitalen Tonträger – ein Plus von 12 Prozent. Somit erreicht die CD mit 81 Prozent Marktanteil ein neues Rekordhoch. Trotz dieser Erfolgsmeldung und der vielversprechenden Herbstveröffentlichungen von Metallica, R.E.M. und Sheryl Crow verbreitet RIAA-Präsident Hilary Rosen nur verhaltenen Optimismus: „Es ist noch zu früh, um Voraussagen für das gesamte Jahr zu treffen. Die Zahlen belegen jedoch, daß es dem Handel gut geht.“