Sir Colin Southgate macht sich unbeliebt und erhält Rücktrittsforderungen
EMI-Chairman Sir Colin Southgate sieht sich in England heftiger Kritik ausgesetzt. Das britische Branchenmagazin „Music Week“ fordert in seiner jüngsten Ausgabe Southgates Rücktritt. Die Kritik des Blattes bezieht sich in erster Linie auf die Aussagen, die Southgate in einem Interview mit der Los Angeles Times machte. Auf die Frage, wie er die Aussagen von Michael Dornemann, Chef von BMG Entertainment, kommentiere, die BMG würde die EMI Group bei einem noch niedrigeren Aktienkurs kaufen wollen, sagte Southgate: „Dornemann redet einen Haufen Mist. Warum nur? Wo sind denn die tollen Ergebnisse seiner Firma? Die bekommen wir nie zu Gesicht. Warum fragen Sie ihn nicht, wie es seinem Bertelsmann Club geht? Nach meinen Informationen ist er ‚in the toilet‘.“ Southgate wies außerdem darauf hin, daß auch andere Firmen wie Sony Music unter Umsatzeinbußen zu leiden hätten und dementierte gleichzeitig Gerüchte, wonach die News Corporation an einem Kauf der EMI Group interessiert sei. Trotz aller Kritik sehe er sich nicht unter Druck, seinen Posten aufzugeben. Vielmehr wolle er noch bis zum Jahrtausendwechsel an der EMI-Spitze verweilen und nach der Ernennung eines neuen Geschäftsführers in den Aufsichtsrat wechseln.





