Seagram will angeblich für 100 Millionen Dollar Def Jam übernehmen
Seit Wochen laufen hinter den Kulissen die Verhandlungen über den Verkauf des HipHop-Labels Def Jam an die Universal Music Group (), nun sieht es so aus, als wolle der Mutterkonzern Seagram zuschlagen. Amerikanischen Zeitungsberichten zufolge ist für die restlichen 40 Prozent der Def-Jam-Anteile ein Übernahmepreis in Höhe von 100 Millionen Dollar im Gespräch. 60 Prozent von Def Jam gehören bereits zur UMG. Seagram sträubte sich lange gegen einen Kauf, weil die Preisvorstellungen von Label-Chef Russell Simmons (125 Millionen Dollar) zu hoch waren. Bereits Mitte 1998 lag Seagram allerdings ein Übernahmeangebot in Höhe von 60 Millionen Dollar vor. Der Konzern winkte seinerzeit ab, weil im Zuge der Fusion mit PolyGram noch unklar war, welche Rolle Def Jam in der neuen Firma einnehmen würde. Inzwischen verbucht Def Jam einen Marktanteil von vier Prozent bei den US-Alben und hatte 1998 das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte mit einem geschätzten Umsatz von 176 Millionen Dollar und Erlösen von rund 40 Millionen Dollar.



