Seagram setzt bei der Fusion der Repertoire-Firmen Universal und Island auf Synergie-Effekte

Im Gefolge der PolyGram-Übernahme durch Seagram werden in Großbritannien die beiden Labels Universal Music und Island Records fusionieren. Die beiden Firmen Mercury und Polydor in Großbritannien bleiben davon jedoch unberührt. Dies gab UK-Chairman John Kennedy nach einem Gespräch mit Seagram-Chef Edgar Bronfman Jr. bekannt. Allerdings soll aus der Fusion von Universal/Island eine neue Abteilung enstehen, die auch auf Künstler der US-Labels MCA und Motown zurückgreifen werde. Marc Marot, derzeit UK-Chef von Island Records, wird höchstwahrscheinlich Managing Director von Universal/Island. Die Position von Polydor auf dem englischen Markt soll darüber hinaus mit Repertoire der US-Labels Geffen, Dreamworks und Interscope weiter ausgebaut werden. Problematisch gestaltet sich allerdings die personelle Zukunftsperspektive, da durch die neue Unternehmensstruktur ein Überhang von 80 Mitarbeitern entstehe. Durch die Reduzierung der vier UK-Companies auf drei und die damit verbundenen Rationalisierungseffekte verspricht sich Seagram neben einer deutlichen Kostenreduzierung aufgrund der Zusammenlegung von Universal Music und Island Records auch eine bessere Effizienz im Marketingbereich.