Schuldgeständnisse im Payola-Fall

Zwei Mitarbeiter des in Kalifornien ansässigen Labels Fonovisa bekannten sich am Dienstag in einem laufenden Payola-Verfahren für schuldig. Jesus Gilberto Moreno und Guillermo Santiso wird vorgeworfen, mit Zahlungen an Programmplaner von Radiostationen Titel des auf lateinamerikanische Musik spezialisierten Labels bei den Sendern plaziert zu haben. Dabei soll in den Jahren 1987 und 1988 mehr als eine Million Dollar geflossen sein. Beide bekannten sich der Zahlungen und der anschließend versuchten Verschleierung der Transaktionen schuldig. Sie akzeptierten Geldstrafen in unterschiedlicher Höhe. Bei der Verkündung der Urteile im September und Oktober drohen Moreno und Santiso dennnoch Haftstrafen von einem bis zu sechs Jahren. Fonovisa, Tochterunternehmen der mexikanischen Grupo Televisa SA de CV, ist eines der führenden Labels in der lateinamerikanischen Musikwelt.