Rosenstolz bitten zur Kasse

Obwohl das neue Album des deutschen Duos Rosenstolz „Kassengift“ heisst, soll es zu einem Verkaufsschlager werden. Polydor startet unterstützend eine breitangelegte Kampagne.

“Die Aktivitäten rund um die Veröffentlichung von ‚Kassengift‘ am 1. September 2000 sind breitangelegt. Ein Schwerpunkt liegt auf der optischen Präsenz der Band“, erklärt Rainer Moslener, A&R / Product Manager MOR bei Polydor, im Gespräch mit MUSIKWoche. Neben Fernsehauftritten in den Sendungen „Popkomm. Eröffnungsgala“ (17. August, ARD) und „Goldene Stimmgabel“ (21. September, ZDF) – hier ist Rosenstolz in der Kategorie Rock/Pop/Progressive für die Auszeichnung nominiert – will Polydor diese Präsenz durch Plakatierungen erreichen. Von 14. August bis 6. September kleben in sieben Großstädten über 4000 Plakate mit dem Albummotiv auf Bauzäunen. Zur Tour, die Ende September beginnt, wird erneut plakatiert: „Alles in allem werden etwa 30.000 Plakate auf Rosenstolz und das Album hinweisen“, so Moslener. Im Printbereich konzentriert sich Polydor auf Anzeigen in Gay- und Stadtmagazinen. Außerdem berichten Zeitschriften wie „Super Illu“, „Amica“ und „Unicum“ über Rosenstolz. Für Aktionen am Point Of Sale schloss Polydor unter anderem Kooperationen mit den Handelsketten Karstadt und MediaMarkt. Karstadt macht „Kassengift“ zum „Top-Thema“, bei Media Markt sollen während der „Rosenstolz-Tage“ die Mitarbeiter entsprechende T-Shirts tragen. Wie bei vielen Kampagnen in diesem Jahr spielt auch Rosenstolz die Stärke des Medium Internets aus: Die Site www.rosenstolz.de verzeichnet laut Moslener pro Monat zwischen 600.000 und 700.000 Hits. Ein regelmäßiger Chat mit den Fans gehört ebenso zu den Bestandteilen des Online-Auftritts wie ausführliche Informationen über die neuen Tonträger. Auf das Verkaufsziel für „Kassengift“ angesprochen, gibt sich Moslener bescheiden: „Wir wollen auf alle Fälle das Ergebnis der letzten Alben, das bei 200.000 Einheiten lag, erreichen und am Besten auch toppen.‘