RIAA-Studie verzeichnet rapiden Anstieg von Musikpiraterie

Die Musikpiraterie hat auch im letzten Jahr dramatisch zugenommen. Gemäß einer jüngst veröffentlichten Studie der Recording Industry of America (RIAA) ist die Anzahl der Counterfeit CDs um 167 Prozent im Vergleich zu 1997 gestiegen: 1998 hat die RIAA 338.458 illegale CDs beschlagnahmt. Auch die illegale Verbreitung von CD-Rs, bespielbaren CDs, hat weiter zugenommen. Während der Verband 1997 nur 442 Counterfeit-, Piraten- oder Bootleg-CD-Rs sichergestellt hatte, explodierte die Zahl 1998 auf 103.971. Dagegen sank die Anzahl der illegal bespielten Musikcassetten, die vor Einführung der digitalen Medien den Hauptanteil bei Musikpiraterie ausmachten, von 411.719 im Jahr 1997 auf 359.426 letztes Jahr. „Wir verlieren täglich eine Million Dollar an die Piraten“, beklagt Lydia Pelliccia, RIAA-Sprecherin. Um sich gegen die Musikpiraten besser zur Wehr zu setzen, hat die RIAA eine Aufklärungsaktionen an den US-Hochschulen gestartet, in der sie über den Mißbrauch von Musik aus dem Internet informiert. Außerdem hat die RIAA CD-Presswerke mit speziellen Hilfsmitteln ausgestattet, mit deren Hilfe die Unternehmen verdächtige Aufträge erkennen können.