Die RIAA fordert von der Firma, ähnlich wie im , den Tausch von urheberrechtlich geschützten Werken über ihren Peer-to-Peer-Service zu unterbinden. Dazu hatte sich der Verband Anfang April bereits mit einer Unterlassungserklärung an Aimster gewandt. Diese wurde nicht unterschrieben, statt dessen reichte Aimster kurz darauf eine Feststellungsklage bei Gericht ein.
Die Richter sollten entscheiden, ob Aimster tatsächlich Urheberrechte verletzt und ob die Forderungen der RIAA demnach überhaupt haltbar sind. „Wir wollten Aimster nicht verklagen“, erklärt RIAA-Vertreter Cary Sherman. „Wir hatten bereits zwei Gesprächstermine mit der Firma vereinbart, die aber beide ohne Begründung und in letzter Minute abgesagt wurden.“ Statt ihre Absagen zu begründen, habe die Firma dann eine Klage eingereicht.
„Unter diesen Umständen, können wir davon ausgehen, dass Aimster niemals mit uns reden wollte. Sie haben die Termine nur vereinbart, um die Sache zu verzögern und ihre Klage vorzubereiten.“ Aimster-Chef Johnny Deep verteidigte indes das Vorgehen seiner Firma: „Wir haben das Gericht lediglich darum gebeten, zu entscheiden, ob unser Angebot legal ist oder nicht. Wird sind nicht der Meinung, dass wir irgendetwas falsch machen.“
Obwohl der Aimster-Service ähnlich wie Napster den Tausch von Dateien zwischen zwei Personen ermöglicht, gestaltet sich die urheberrechtliche Situation möglicherweise etwas komplizierter: Im Gegensatz zu Napster sind alle Dateien bei Aimster verschlüsselt und können nur an weitere Aimster-Mitglieder verschickt werden, die auf einer sogenannten „Buddy List“ verzeichnet sind. Durch diese Verschlüsselung sei es für Aimster unmöglich, zu kontrollieren welche Dateien getauscht werden und ob sich darunter urheberrechtlich geschützte Musikstücke befinden.
Die Verschlüsselung sei nötig, da die Aimster-Nutzer neben Musikfiles auch zahlreiche andere Dateitypen, darunter persönliche Schriftstücke, Fotos und Programme austauschten. „Wir wollen niemanden zum Tausch von urheberrechtlich geschütztem Material ermutigen“, erklärte Deep weiter. „Aber Aimster ist in erster Linie ein Mail-Service, ein Telephon-Service und ein Nachrichten-Service. Sollen wir die Mails der Kunden öffnen, um nachzusehen ob Musik illegal verbreitet wird? Und sollen wir dann auch die Telefonate abhören?“ Aimster transferier monatlich Milliarden von verschlüsselten Files über seinen Dienst und habe keine Möglichkeit, festzustellen was sie enthalten, so Deep.
Rechtsstreitigkeiten mit diversen Medienunternehmen beschäftigen Aimster bereits seit längerem: Zuletzt verlor die Firma einen und muss nun zwei Domain-Namen, die Markenrechte des Konzerns verletzen, abtreten.





