RIAA jagt Napster-Schwestern

Nach der erfolgreichen Klage gegen den Tauschdienst Napster, will die Recording Industry Association of America (RIAA) nun auch gegen andere Online-Musiktauschdienste vorgehen.

Nach der gegen den Tauschdienst Napster, will die Recording Industry Association of America (RIAA) nun auch gegen andere Online-Musiktauschdienste vorgehen. Der Verband verschickte bereits rund 60 Briefe an Internet-Provider, die Verbindungen zu illegalen Musikdiensten ermöglichen, und die wie Napster gegen bestehendes Urheberrecht verstoßen. Dabei beschränkte sich die RIAA zunächst auf sogenannte OpenNap-Dienste, die genau wie Napster über einen oder mehrere zentrale Server funktionieren. Dienste wie Gnutella oder Freenet, die keinen zentrale Server benötigen, wurden nicht behelligt. Da die Server aber teilweise im gesamten Internet verteilt sind, wäre es für den Verband schwierig, direkt gegen die Anbieter vorzugehen. Deswegen richten sich die Verantwortlichen an die Provider, die die Verbindung zu den OpenNap-Servern herstellen. Als rechtliche Grundlage dient dabei der Digital Millenium Copyright Act (DMCA), nach dem ein Provider die Verbindung abbrechen muss, wenn der Rechteinhaber ihn über die Verletzung von Urheberrechten durch einen Anbieter informiert. Der DMCA bezieht sich dabei nur auf die USA – Provider die im Ausland arbeiten, oder auf ausländische Server verweisen, können nicht belangt werden.