QUARTALSAUSWERTUNG: EMI und Sony steigen weiter auf

Zwar konnte Universal Music in der Konzernwertung im 1. Quartal 2001 bei den Longplays wie bei den Singles die Spitzenposition behaupten, aber der Führungsabstand schmilzt dahin. Bis auf 2,58 Prozent Marktanteil kommt EMI beim Longplay-Marktanteil an die Hamburger heran.

EMI und Sony können sich zu den Siegern in der Auswertung der ersten vier Monate des Jahres zählen. Im Vergleich mit dem Ergebnis für das Jahr 2000 wie auch mit dem Resultat des ersten Quartals des vergangenen Jahres verließen beide Konzerne die hinteren Plätze.

Die Kölner rücken in der Longplay-Liste mit einem Anteil von 19,31 Prozent nah an die Hamburger heran, die mit 21,89 Prozent zwar noch ganz oben stehen, aber Einbußen von rund sieben Prozent im Vergleich zum 2000er Ergebnis hinnehmen müssen.

Die EMI indes kletterte von 10,01 auf 19,31 Prozent. Darin enthalten sind die Werte der EMI Electrola, die ihren Marktanteil im Vergleich mit dem ersten Quartal 2000 fast verdoppelte. Noch stärker wuchs jedoch EMI Music Media – von 0,84 Prozent im vierten Quartal 2000 auf 5,63 Prozent. „Unsere Philosophie,Klasse statt Masse“ hat sich bestens bewährt. Wir agieren nur dort, wo auch unsere Repertoire-Stärken sind“, erklärt Albin Widmann, Managing Director EMI Music Media, im Gespräch mit musikwoche.de.

Auch Sony Music legt mit 18,35 Prozent stark gestiegene Zahlen vor – 6,64 Prozent mehr als beim Jahresabschluss 2000. Hierzu trugen vor allem die bei Epic erschienenen Alben von Jennifer Lopez, Anastacia und Sade bei.

Insgesamt konnten die Major-Firmen bei Longplays und Singles im Vergleich mit den Werten von 2000 leichte Zugewinne erzielen. Bei den langen Formaten wuchs ihr Anteil gegenüber den Indie-Firmen von 88,76 auf 90,84 Prozent, bei den Singles von 80,03 auf 84,17 Prozent.

Stärkere Zugewinne meldet Media Control bei den nationalen Produktionen. Ihr Anteil an den Charts stieg bei den Longplays von 19,55 auf 24,31 Prozent. Bei den Musikverlagen rangiert Warner/Chappell mit 24,29 Prozent knapp vor EMI Music Publishing (23,05 Prozent), damit halten beide Verlage jeweils rund ein Viertel aller Rechte an den Songs in den Singles-Charts.