Aufgrund der vielen Veröffentlichungen und der Vielfalt an Produkten kommt einer effizienten Promotion vor allem im Bereich der Medienarbeit eine immer größere Bedeutung zu. Das bloße Versenden von Produkt- und Pressemitteilungen hat sich in den Firmen, die langfristig eine erfolgreiche Umsetzung wünschen, schon lange zu zielgruppenorientiertem Vorgehen auf Dialogbasis gewandelt. Die Medien-, Markt- und Handelspartner müssen auch als wirkliche Partner – behandelt werden. Das bedeutet, daß man ihr Interesse an optimalen Arbeitsabläufen ernst nehmen muß. Inhaltslose Aussendungen reichen nicht mehr. Wer heute effiziente Medienarbeit durchführen will, muß den Bedarf der Nachrichtenempfänger auf Partner- wie auch auf Verbraucherseite – erkennen und definieren. Er muß alle Handlungen darauf abstimmen und die Adressaten mit einbeziehen. Zudem müssen die Erkenntnisse aus der Promotion zu einem frühen Zeitpunkt ins Marketing einfließen, wenn man Künstler und deren Produkte unter der größtmöglichen Nutzung aller Chancen am Markt plazieren will. Es gilt also, mehr Orientierung am Konsumenten zu zeigen und sich auf die Brücken zu ihm zu konzentrieren, um die so wichtige Zielgruppenkommunikation sinnvoll einsetzen zu können. Gerade bei Newcomern oder Aufbau-Acts ist das Vorgehen entscheidend. Die Fotos sollten so gewählt sein, daß sich beim Abdruck oder Anschauen etwas erkennen läßt. Sind sie zu dunkel oder zu künstlerisch, verfehlen sie ihren Zweck. Gerade in frühen Phasen der Etablierung eines Künstlers sollte der Wiedererkennungseffekt eines der wichtigsten Ziele sein – dem müssen auch die Fotos Rechnung tragen. Es gilt: Das Auge hört immer mit. Außerdem sei darauf hingewiesen, daß die bloße Mitteilung, daß die neue CD des Künstlers auf dem Markt ist, noch keine Story trägt. Hier ist Persönlichkeit der entscheidende Faktor. Was charakterisiert den Musiker, welche Besonderheiten hat er? Gute Headlines und entsprechende Aufhänger für Stories sind das Salz in der Suppe und bringen Aufmerksamkeit. Erst in der Redaktion, dann beim Leser, Hörer oder Zuschauer. Brachland gibt es mehr, als man denkt. Vor allem in der Printpromotion, die immer unter der Vormacht der Radiopromotion zu leiden hatte. Inzwischen hat man aber erkannt, daß Radiopromtion zwar wichtig ist, um einen Hit zu schaffen, daß aber das Image, das meist über die Printpromotion lanciert wird, für die Ziele im Marketing einen großen Nutzen bringen kann. Dabei deckt die Printpromotion meist nur wenige Bereiche wie Publikumspresse, Szenemagazine oder Tageszeitungen ab. Andere hochauflagige Titel bleiben außen vor. Hier gibt es noch ein großes Potential. Weitere große Chancen bietet der Bereich der Radiopromotion, wenn es nicht alleine um Hit-Plugging, sondern um konsequente redaktionelle Arbeit geht. Zudem wird die konkrete Zielgruppenansprache wie zum Beispiel bei der DJ- oder Clubpromotion auch in Zukunft immer wichtiger. Dort erlebt der Tonträger seinen Einsatz, wenn die Menschen gut gelaunt sind, wenn sich der Eindruck von einem Titel besonders gut festigen kann – und das auch noch in der richtigen Zielgruppe und potentiellen Käuferschicht.
Promotion-Praxis-Tips…
Promotion in der Musikbranche – hier liegen Erfolg und Mißerfolg eng beeinander. Für MUSIKWoche faßt ein Mann der Praxis zusammen, worauf es ankommt.



