Die Verbraucherschutzkommission FTC hielt die Absprachen zwischen Vertrieben und Händlern für illegal. Sie sieht darin eine Benachteiligung der Kunden und drohte mit Klagen für Universal Music And Video Distribution, Sony Of America, Time-Warner, EMI Music Distribution und BMG Entertainment. Diesem Druck gaben die Unternehmen nach und beendeten ihre bisherige Preispolitik. FTC-Vorsitzender Robert Pitofsky sagte: „Die Nachricht sollte Musik in den Ohren aller CD-Käufer sein.“ Die Vertriebe hatten Verkaufspreise festgelegt, die der Handel nicht unterbieten sollte. Um die Regelung durchzusetzen, nutzten sie Werbekostenzuschüsse als Druckmittel: Händler, die das Preislimit unterschritten, verloren die Marketinggelder der Industrie. In den vergangenen Jahren stiegen daraufhin die CD-Preise in den USA auf 14 bis 17 Dollar an. Erst kürzlich sah sich die Handelskette Newbury gezwungen, den Preis für das neue Album von ‚N Sync, „No Strings Attached“, von 11,88 Dollar auf 14,99 Dollar anzuheben. Robert Pitofsky schätzt, dass Verbraucher von 1996 bis 1999 rund 480 Millionen Dollar mehr für CDs zahlen mussten, als auf einem Markt ohne Absprachen. Mike Dreese, CEO Newbury, stellte Preissenkungen in Aussicht: „Wir setzen zehn bis 20 Titel unserer Top 50 auf Preise unterhalb der früheren Grenzen.“
Preisstabilität in den USA wackelt
Die amerikanische Federal Trade Commission (FTC) vereinbarte am 10. Mai mit fünf Major-Vertrieben das Ende der sogenannten „Minimum Advertising Prices“. Mit deren Hilfe hatten Konzerne und Händler 1996 ihre Preiskriege beendet.





