Das Gedränge war fast überall unübersehbar. Kein Wunder, hatte doch der Popkomm.-Veranstalter Musik Komm. am Tag vor dem Branchentreff einen neuen Rekord bei der Zahl der Aussteller vermeldet: 924 ausstellende Firmen tummelten sich in den Hallen 13.1 und 13.2 der Kölner Messe. Das entspricht einem Zuwachs von 15,5 Prozent im Vergleich zu 1999. Und auch die Internationalisierung schreitet weiter voran: 496 der vertretenen Unternehmen (53,8 Prozent) kamen aus dem Ausland, viele davon waren zum ersten mal auf der Messe. Insgesamt stellten sich Branchenprofis aus 32 Ländern vor.
Bemerkenswert auch der steigende Anteil der Firmen aus dem Sektor New Media: Waren es 1999 noch 138 Unternehmen, präsentierten sich in diesem Jahr 216 Companies (plus 56 Prozent), die entweder Dotcoms oder deren Dienstleister sind. Neue Höchstmarken gibt es auch bei den Besucherzahlen zu vermerken: Vor einem Jahr fanden 16.235 Teilnehmer den Weg zur Popkomm., diesmal waren es 7,3 Prozent mehr – 17.417 Fachbesucher aus 50 Nationen hielten Köln für den Nabel der europäischen Popwelt. Gedränge gab es auch auf dem Ringfest und den über 100 anderen musikalischen Veranstaltungen rund um die Popkomm. In der Presse war die Rede von über zwei Millionen Fans, die die Konzerte sehen wollten.
Nicht ganz so stark war der Andrang am Donnerstag abend in der KölnArena. Bei der Popkomm.Gala „Stars 2000“ blieben doch auffällig viele Sitzreihen leer. Dafür stellte die Quote wohl zufrieden: 2,7 Millionen Menschen wollten die Show live bei der ARD sehen, davon 1,6 Millionen in der Altersgruppe 14 bis 49 Jahre (Marktanteil 16,0 Prozent). Wenig bis gar kein Andrang war dagegen bei den Kongressveranstaltungen zu spüren. Zwar ließen hochkarätige Redner wie Dr. Thomas Middelhoff oder Henry Rollins die Säle fast platzen, doch wenn es um konkrete inhaltliche Dinge gehen sollte, konnten die Referenten bisweilen ihre Zuhörer einzeln begrüßen.





