Plattenfirmen gegen digitalen Radiodienst
In Japan haben neun Plattenfirmen, darunter die Zweigstellen der Majors BMG, EMI, Universal und Warner, die digitalen Rundfunkanbieter Japan Digital Broadcasting und Daiichi Kosho verklagt. Die Klage richtet sich gegen den Betrieb des digitalen Hörfunkdienstes STAR Digio 100, der täglich 24 Stunden lang 100 verschiedene Hörfunkkanäle nahezu in CD-Qualität anbietet. Nach Ansicht der Plattenfirmen handele es sich bei STAR Digio 100 in Wahrheit nicht um ein Radioprogramm, sondern um einen verkappten „Lieferservice“ für Musik. STAR Digio 100 spielt zum Teil ganze Alben am Stück und kündigt seinen 70.000 Kunden per Fax genau an, wann welche Titel laufen. Die Kläger rügen, daß der digitale Dienst damit die Hörer zum Kopieren der Programmangebote auf bespielbare MiniDiscs geradezu einlade und fordern von den Betreibern 135 Millionen Yen (rund 1,72 Millionen Mark) Schadensersatz.





