PhonoNet legt Jahresbericht vor

Die PhonoNet Gesellschaft für Handelsdienstleistungen meldet für das Jahr 2000 unterschiedliche Tendenzen in der Entwicklung der angeschlossenen Firmen: Die Zahl der Industriepartner stieg, die der Handelspartner sank.

Mit der von 630 im Vorjahr auf nunmehr 602 im Jahr 2000 gesunkenen Zahl der angeschlossenen Handelspartner setzt sich ein Trend fort, der laut der PhonoNet-Statistik seit 1997 zu erkennen ist. Damals sank die Zahl der Handelsteilnehmer zum ersten Mal von 698 auf 690. Dahingegen stieg im vergangenen Jahr die Zahl der einzelnen Outlets, die von den Handelspartnern beliefert werden.

Im Gespräch mit MusikWoche erklärte PhonoNet-Geschäftsführer Wolfgang Geisel diesen Effekt damit, dass zum Beispiel Handelskonzerne wie Karstadt oder die Großhändler und Rackjobber Alpha oder AMS jeweils als ein Handelsteilnehmer zählen, obwohl viel mehr Outlets hinter diesen Namen stehen: „Das lässt darauf schließen, dass im Handel weiterhin ein Konzentrationsprozess stattfindet“, erläutert Geisel. „Die mittelständischen Händler verlieren dabei Marktanteile. Es gibt kaum eine Abmeldung von PhonoNet, die nicht auch eine Abmeldung vom Markt bedeutet.“

Geisel erkennt in diesem Zusammenhang eine Paralelle zur Situation der gesamten Einzelhandelslandschaft. Bei den über PhonoNet abgewickelten Bestellungen wird dagegen ein Zuwachs gemeldet: Die Zahl der Bestellungen stieg um über zwei Millionen auf 16,07 Millionen Aufträge. Der größte Kunde bei PhonoNet ist laut Geisel die Ingolstädter Media-Saturn-Gruppe.

Ein ebenfalls positives Ergebnis stellt der Branchendienstleister bei den angeschlossenen Industrieteilnehmern fest: Hier stieg die Zahl von 58 im Jahr 1999 auf 90 im vergangenen Jahr. „Diese deutliche Steigerung ist unter anderem auf die seit dem 1. Oktober 1999 erleichterten Aufnahme-Modalitäten und die neuen Zusatzdienstleistungen, wie den Soundserver und die Musik Info Station, zurückzuführen“, führt Geisel aus.

Der PhonoNet Soundserver ist seit Mitte des Jahres 2000 in Betrieb, wie auch die Musik Info Station als digitale Anspielstation für den Handel. Geisel berichtet: „Das System lohnt sich für den Händler nach unseren Erfahrungen bereits ab dem ersten Monat.‘