Phono-Industrie hofft auf Weihnachtsboom

Der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft hat den Marktbericht für die ersten neun Monate des Jahres vorgelegt. Die Hoffnungen der Industrie ruhen auf dem Weihnachtsgeschäft. Die ersten drei Quartale 1998, so der Verband in seiner Bilanz, seien für die Tonträgerhersteller „enttäuschend“ geblieben: Der Absatz der Tonträger aller Formate sank im Vorjahresvergleich um 6,1 Prozent auf 179,4 Millionen Stück, der Umsatz der Verbandsfirmen sank um fünf Prozent. Der Absatz von Singles ging um 6,1 Prozent auf 36,7 Millionen Stück zurück: Rechnet man vom Vorjahreswert jedoch Elton Johns Hitsingle „Candle In The Wind“ ab, an der die Industrie ohnehin nichts verdiente, so kann man laut Bundesverband von einer „stabilen Entwicklung“ des Single-Marktes sprechen. Den stärksten Zugewinn in den Absatzzahlen verzeichnet die Vinyl-LP: Sie legte um 33,3 Prozent zu und ging rund 400.000mal über die Ladentische. Das Absatzniveau der MC indes ging um 10,3 Prozent auf 16,6 Millionen Stück zurück, die Longplay-CD büßte 5,6 Prozent ein und sank auf den Wert von 125,7 Millionen verkauften Exemplaren. Die funk- und TV-beworbenen Longplayer seien am Absatzverlust der CD-Alben „überproportional“ beteiligt: Sie verloren acht Prozent im Vorjahresvergleich und lagen bei 29,6 Millionen verkauften Exemplaren.

Hintergrundinformationen bereitet unser Feature im Musikchannel von www.ebiz.de auf.