O-Ton: KBK-Chef Klaus Bönisch über den Wandel der Livebranche

Schon seit seiner Zeit bei Fritz Rau gehört der Münchner Konzertveranstalter Klaus Bönisch zu den renommiertesten deutschen Vertretern der Livebranche. MusikWoche-Redakteur Dietmar Schwenger fragte ihn nach den Folgen der großen Beteiligungen und Zusammenschlüsse im Livegeschäft und nach seiner Philosophie als Veranstalter.

MusikWoche: Haben Sie jemals bereut, Teil der DEAG-Familie geworden zu sein? Klaus Bönisch: Wir haben den Vertrag mit der DEAG im Dezember 2005 unterschrieben – und ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich den Schritt nie bereut habe. Die Kommunikation zwischen uns und der Konzernzentrale in Berlin verläuft hervorragend. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Peter Schwenkow, Ingo Stein und Christian Diekmann. In den nun zweieinhalb Jahren gab es nie eine kontroverse Diskussion, sondern immer nur Diskussionen, die zu gemeinsam getragenen Ergebnissen geführt haben. Ich bin sogar sehr froh, dass ich bei Entscheidungen, bei denen es um viel Geld oder um langfristige Auswirkungen geht, jemanden habe, mit dem ich mich beraten kann. Bei DEAG wird im Sinne meiner Firma entschieden, das Unternehmen nimmt Rücksicht auf die Identität von KBK und redet mir nicht herein. Tagesentscheidungen und wesentlichen Tournee-Entscheidungen treffe ich im Grunde alleine. Sobald es aber in den hohen sechsstelligen oder siebenstelligen Bereich geht, halte ich gern Rücksprache. Das habe ich sehr zu schätzen gelernt.

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