Nikka Costa: Lehrreicher Reifeprozess

Mit ihrem Virgin-Debüt „Everybody Got Their Something“ emanzipiert sich Nikka Costa, Tochter des Sinatra-Produzenten Don Costa, von ihrer Vergangenheit als Kinderstar und präsentiert sich jetzt mit rockigen und souligen Songs.

Bereits im Alter von fünf Jahren begleitete Nikka Costa ihren Vater auf europäischen Bühnen und wurde vor allem in Italien zum Platin-Seller. Mit acht Jahren war sie der Support-Act bei der Südamerika-Tour von The Police.

„Als Kind waren solche Ereignisse für mich nichts außergewöhnliches. Ich hatte meine Spielsachen im Studio meines Vaters, während er Barbara Streisand, Sarah Vaughn und Tony Bennett produzierte. Musik gehörte zu meiner natürlichen Umgebung. Es war für mich einfach normal, zu singen“, erinnert sich Nikka Costa.

Es dauerte allerdings einige Jahre der Selbstfindung, bis ihre Stimme den kraftvollen Ausdruck bekam, mit dem sie jetzt erstmalig auch in ihrer nordamerikanischen Heimat in rockiger, souliger Weise debütiert. Nikka nahm dabei den Umweg über Australien. „Meine Zeit in Australien war für mich nicht nur ein persönlicher Reifeprozess. Live-Gigs in den Outbacks haben dort eine lange Tradition und waren für mich als Sängerin eine Herausforderung. Die Australier hören einem viel genauer zu als die Leute in Hollywood. Diese Aufmerksamkeit hat mich unglaublich angespornt, an meinen Fähigkeiten als Sängerin und Songwriterin zu arbeiten“, erzählt Nikka Costa.

Die zwölf Songs auf „Everybody Got Their Something“ (Virgin/EMI Music, Best.-Nr. CD: 8 10096 2) zeugen von ihren Lehrjahren in Australien und sind energiegeladen und schnörkellos auf den Punkt gebracht. Dass gute Songs keine Hochglanz-Produktion brauchen, um sie interessanter klingen zu lassen, haben inzwischen auch die Produzenten in Hollywood begriffen, nachdem Nikkas „Like A Feather“ als Musik zu einem Tommi-Hilfiger-Spot Eindruck hinterließ.

Die Marketingkampagne umfasst unter anderem Anzeigen im „Rolling Stone“, „WOM Journal“ und „The Soul“. Außerdem stellen zahlreiche Zeitschriften wie „Jetzt“, „Prinz“, „JazzThing“ und der „Musikexpress“ das Album mit redaktionellen Features vor.