New Pop Festival geht ins siebte Jahr

Mit dem Prinzip, kommende Stars einem großen Publikum vorzustellen, feiert der öffentlich-rechtliche Sender SWR3 auch dieses Jahr große Erfolge. Dazu trägt seit fünf Jahren die Automobilfirma DaimlerChrysler bei.

“Die Kooperation mit DaimlerChrysler ist ideal für das New Pop Festival, denn dadurch kommt Trademark zu Trademark“, erklärt Bernd Mohrhoff, Projektleiterfür des SWR3-Festivals, im Gespräch mit MUSIKWoche. „Vor fünf Jahren suchte Mercedes Benz für die A-Klasse einen passenden Partner, der die neue Marke in eine junge Zielgruppe trägt. Heute könnte das Festival ohne unseren Sponsor nicht bestehen“, lobt Mohrhoff den Partner, der sich an den Produktionskosten beteiligt und mit der Mercedes-Werkhallen in Rastatt einen der Veranstaltungsorte vom 21. bis 23. September stellt. Der Publikumspreis A-Ward gehört ebenfalls zur Kooperation.

Mit der Aussicht auf einen A-Klasse-Wagen können alle Besucher des bereits nahezu ausverkauften Festivals die beste Band der drei Tage wählen – darunter dieses Jahr Him, Laith Al-Deen und Anastacia. Entscheidend für den Erfolg des laut Mohrhoff „wichtigsten Events von SWR3“ sei jedoch die redaktionelle Konzeption, die der Sender wie die gesamte Organisation und Vermarktung ausschließlich mit dem eigenen Team bestreitet. „Wir wollen neue Gesichter vorstellen. Denn selbst Bands wie die Fugees oder dieses Jahr Reamonn waren im Frühjahr, wenn wir die Künstler buchen, noch größtenteils unbekannt. Bislang hat unser SWR-Musikteam immer eine sehr gute Nase bewiesen. Und um die Live-Tauglichkeit einer Band zu testen, fliegen wir wie bei Savage Garden sogar nach Australien.“

Die Konzertreihe, die im damaligen SWF3 als Radioshow begann, findet unter der redaktionellen Leitung von Wolfgang Michael Schmidt auch wieder im SWR-Fernsehen statt. Hier wie dort strahlt der SWR, der jüngst das Live-Format „Ohne Filter“ absetzte, jedoch nicht die kompletten Konzerte aus, wie Mohrhoff erläutert: „Unsere Research hat ergeben, dass neben den Live-Ausschnitten eine atmosphärische Berichterstattung mit Interviews und Background-Informationen besser ankommt.“ Diesen Erfolg belegt eine europaweite Ausstrahlung bei 20 Radiostationen. In Deutschland ist erneut der der private Musiksender Viva dabei, der das aufgezeichnete Material für eigene Sendungen nutzt.