Neuer Longplayer von Blank & Jones: Langfristiges Artist Development bei edel

Das am 14. Mai veröffentlichte Album „Nightclubbing“ von Blank & Jones ist das erste, das bei edel erscheint. Es soll aber den Weg des erfolgreichen Vorgängers fortsetzen, der die beiden DJs und Produzenten als eigenständige Künstler etablierte.

“Im Dance ist es viel schwieriger, einen Künstler aufzubauen, weil es nur selten Gesichter gibt, die der Fan mit einem Track in Verbindung bringen kann“, berichtet Piet Blank, ein Drittel von Blank & Jones, zu dem außer ihm noch Jaspa Jones und Andy Kaufhold gehören. „Deswegen sollen uns unsere Fans – oder,Freaks‘, wie wir sie nennen, uns auch am Sound erkennen. Und das ist uns im Laufe der Jahre wohl gelungen“, ergänzt Jones.

Bereits das im vergangenen Jahr veröffentlichte Album „DJ Culture“ steht für einen ganz speziellen Sound, der neben klassischen Dance- und Trance-Elementen auch mit Pop flirtet oder auch düstere Klänge verwendet. Obwohl Gang Go, die Kölner Produktionsfirma um Gottfried Engels, Louis Spillmann, Ramon Zenker und Blank selbst, im vergangenen Jahr von Orbit zu edel wechselte, gelangte „DJ Culture“ noch auf Kontor in die Läden – als Dank für die harmonische Zusammenarbeit mit dem Team um Jens Thele, das die ersten Maxis von Blank & Jones veröffentlichte.

Denn zu dieser Zeit hatte Orbit-Chef Sascha Basler andere Prioritäten gesetzt. „Wie bei Kontor steht auch bei edel Artist-Development an erster Stelle. Und auf beiden Platten erzählen wir eine Geschichte. Eine jede hat ihren Namen nicht ohne Grund.“ Besonderes Augenmerk legen die beiden auf die Kontrolle über ihre Produkte, so erscheint „Nightclubbing“ auch als Fünffach-Vinyl und in einem CD-Digipack mit einem 23-minütigen Ambient Mix einiger Tracks.

„Wir haben die CD vorab nur an ausgewählte Medienvertreter gegeben, weil wir wissen, dass unsere Fans sehr technikaffin sind. Und bei einer breiten Streuung wäre die Gefahr zu groß, dass unsere Tracks bei Napster landen. Dadurch verlieren wir nicht nur Umsätze, sondern auch unsere Fans die Spannung, wie sich das komplette Album anhören wird.“ Dennoch setzten Blank & Jones stark auf die Rolle des Internets als Promotion-Tool, was ihre aufwändig gestaltete eigene Site belegt.

Andererseits hat für die beiden ein enger Kontakt mit der Club-Szene Priorität: In vier aufeinanderfolgenden Jahren legten Blank & Jones auf der Mayday in Dortmund auf und beteiligten sich im vergangenen Jahr mit einem aus eigener Tasche bezahlten Wagen an der Love Parade. „Dass wegen der Terminverschiebung nun einige DJs abgesagt haben, wäre für uns undenkbar. Die Love Parade ist uns heilig.“ Auch auf dem DJ Meeting suchen sie die Nähe zu Fans und DJs: „Wir wissen aus unseren Anfängen, wie schwer es ist, an die Platten zu kommen. Daher ist das DJ Meeting ein fabelhafter Ort, um Kontakte zu knüpfen“, erzählt Blank.