Neue Software soll den digitalen Mißbrauch von Musik erschweren

Zu viele illegale Anbieter im Internet nutzen das Komprimierungsverfahren MP3, um urheberrechtlich geschützte Werke zu verbreiten. Nun naht mit MPEG-4 eine für alle Seiten verträgliche Lösung. Ein Konsortium von Technologie-Anbietern für das Online-Geschäft stellte jüngst das neue Daten-Komprimierungsverfahren MPEG-4 vor, das nach Aussage der Firmen einen sicheren Weg zur digitalen Verbreitung von Musik darstellt und die Produktpiraterie eindämmen kann, die durch das weitverbreitete Format MPEG-1 Layer3, kurz MP3, entstand.

Die Firmengruppe um den kalifornischen Software-Entwickler Inter Trust Technologies hat ein Programmelement entworfen, mit der Inhalte-Anbieter ihre kodierten MPEG-4-Dateien gegen Mißbrauch schützen können. Das Intellectual Property Management and Protection (IPMP) Interface weist Tantiemen aus und stellt den Rechteinhabern frei, wem sie Zugang zu den Dateien erlauben wollen. Außerdem kann jeder Anbieter die Kosten und die Nutzungsdauer der einzelnen Sound-Files selbst bestimmen. Damit kommt MPEG-4 den Forderungen des SDMI-Forums entgegen.

Unterdessen stellte auch der Computer-Hersteller IBM zusammen mit der Software-Firma Tecmath ein Audio-On-Demand-Sytem vor, mit dem Internet-User auf große Musikarchive zugreifen können.