Zur Mercury-Abteilung für nationale Produkte, die Sina Farschid als Island/Mercury Domestic bezeichnet, gehört das Team Ralf Kotowski (Senior A&R Manager) und Ulysses Hueppauff (Product Manager) sowie Marlene Opitz und Britta Lüerßen als Assistentinnen. Zuvor lagen die Bereiche A&R, Marketing und Promotion in der Zuständigkeit der einzelnen Abteilungen, nun sind A&R und Marketing für nationale Produkte bei Farschid in einer Hand.
Laut Farschid trägt der neue Kurs bereits Früchte: „In den letzten Jahren haben wir den Künstlerstamm um fast hundert Prozent gedreht. Das bedeutet, dass alle Signings kaum älter als ein Jahr sind.“ Die neue Bilanz kann sich sehen lassen: Innerhalb der letzten sieben Monate veröffentlichte Mercury fünf lokale Alben – und alle erreichten mindestens die Top 30. Farschid erläutert den neuen Grundgedanken: „Zunächst bedeutet es eine Konzentration, die sich ausschließlich den nationalen Künstlern widmet.“
Es gehe dabei um Artist Developement im „ureigensten Sinne“, was „kein Lippenbekenntnis und kein Text in einer Infobroschüre sein soll.“ Der Künstlerstamm reicht von Comedy (Niels Ruf) über HipHop (D-Flame, Nico Suave) bis Rock (In Extremo) und Alternative (Emil Bulls). Boris Löhe, Managing Director Mercury Records, betont: „Wir suchen den engen Kontakt zu den verschiedensten Szenen und ihrem jeweiligen Umfeld, denn nur in einer homogenen Zusammenarbeit mit den Kreativen können wir als Major glaubwürdig neue Künstler etablieren.“ Was auch Namen wie Helge Schneider, Knorkator oder Subway To Sally bestätigen sollen. Mit Def Jam Germany zeigt Mercury zudem, wie wichtig im Hause die Genres HipHop und Soul sind. So sei das Unternehmen nun bestens aufgestellt, wie beide versichern.
Auch bei der Radio-Promotion sei Mercury bereit, neue Wege zu gehen, hier sollen junge Mitarbeiter sich laut Löhe „auf junges Radio konzentrieren“. Mainstream-Sender würden von externen Mitarbeitern betreut. „Unser Ziel ist es, in der Tradition von Island Records für den deutschen Markt weiterhin eine gute Adresse für Künstler mit Herz und Seele zu sein“, fasst er zusammen.






