Napster wird teurer als geplant

Die volle Nutzung des Tauschdienstes Napster wird deutlich teurer, als bisher angenommen.

Die volle Nutzung des Tauschdienstes Napster wird deutlich teurer, als bisher angenommen. Hatte die Bertelsmann eCommerce Group (BeCG) bisher eine monatliche Abo-Gebühr von rund fünf Dollar angekündigt, erklärte ein Sprecher nun, dass diese Gebühr lediglich für das Grundangebot gelten werde. Dieses umfasse überwiegend ungeschützte Stücke sowie Songs von Independent-Labels. Musik der Napster-Lizenzpartner Warner, EMI und BMG könne nur im Rahmen einer Premium-Version des Dienstes heruntergeladen werden, für die der Kunde deutlich tiefer in die Tasche greifen muss – bislang ist von einer Gebühr zwischen fünf und zehn Dollar die Rede. Nach der könne man aber noch keine konkreten Angaben zu den künftigen Napster-Preisen machen, erklärte der BeCG-Sprecher. Auch der angepeilte Starttermin des kostenpflichtigen Napster-Angebots ist offenbar nicht mehr ganz so sicher: Obwohl Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff weiterhin auf dem 1. Juli beharre, erklärte der BeCG-Sprecher, dass man es zu diesem Termin „wohl nicht schaffen werde“. Nach der Kooperationsvereinbarung von Napster und MusicNet seien jetzt noch technische Anpassungen zwischen den beiden Diensten notwendig, die den Starttermin bis Anfang August verzögern könnten.