Das Musikportal MP3.com steht nach amerikanischen Presseberichten kurz vor einer Einigung mit der Plattenindustrie. Die Firma will rund 100 Millionen Dollar Schadenersatz an die fünf Majors zahlen, die MP3.com wegen der illegalen Musikdatenbank my.MP3.com verklagt hatten. Ein US-Gericht befand die Firma am 28. April schuldig, über 80.000 urheberrechtlich geschütze Musikdateien ohne Absprache in einer Datenbank gespeichert zu haben. Somit sollten User online Zugriff auf ihre persönliche CD-Sammlungen bekommen. Nun soll jeder der fünf großen Musikkonzerne zwischen 15 und 20 Millionen Dollar Wiedergutmachung für Verkaufsausfälle bekommen. Außerdem verhandelt MP3.com über eine Lizenzierung des Contents. Für jeden Songtitel, der unter my.MP3.com gespeichert wird, will die Firma nun eineinhalb Cents, für das Streaming eines jeden Titels rund ein Drittel Cent an die Plattenfirmen abführen. Als erster der großen Fünf will offenbar die Warner Music Group ein Lizenzabkommen mit MP3.com abschließen. Die BMG und Sony Music favorisieren laut Brancheninsidern einen ähnlichen Deal. Die New Yorker Börse reagierte auf diese Nachricht mit Kursgewinnen von fast 50 Prozent für die MP3.com-Aktien.
MP3.com will Content der Majors lizensieren
Das Musikportal MP3.com steht nach amerikanischen Presseberichten kurz vor einer Einigung mit der Plattenindustrie. Die Firma will rund 100 Millionen Dollar Schadenersatz an die fünf Majors zahlen, die MP3.com wegen der illegalen Musidatenbank my.MP3.com verklagt hatten.



